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Literarischer Herbst bei Fischer

Der Frankfurter Verlag S. Fischer begeistert zahlreiche Leserinnen und Leser mit jedem Programm – seien es die Frühjahrs- oder Herbstvorschauen – zu jeder Saison hat das große Verlagshaus ansprechende und niveauvolle Titel, die in den Erscheinungsstartlöchern stehen, und die deutsche Literaturlandschaft unterhalten möchten. Wir haben uns drei Büchern aus dem aktuellen Programm vorgenommen und möchten Sie ihnen im Folgenden vorstellen.


Zsuzsa Bánk - Sterben im Sommer



Als literarische Märchenerzählerin gilt Zsuzsa Bánk seit ihrem ersten Roman »Der Schwimmer« ohnehin – Romane und Erzählungen folgten, nun beglückt die Erfolgsautorin ihre treue Leserschaft mit einem neuen, biographischen Roman, in dem sie über das Sterben ihres Vaters erzählt. »Sterben im Sommer« ist eine Hommage an László, ihren einst starken und liebenswürdigen, aber auch unkonventionellen und konservativen Vater. Der Tod kommt immer näher, die Familie weiß es, die Ärzte und Pflegerinnen wissen es, und auch László weiß es – und sie bereiten sich vor, sie erleben und leben, sie atmen und lachen, sie reden und erinnern. Vor allem die Erinnerungen sind Zsuzsas rettender Anker aus der Trauer, und daran lässt uns die famose Autorin teilhaben. Ganz sachte und mit einer präzisen, emotionalen Art erzählt sie uns von Momenten der Liebe und der Freundschaft. Wie sie Buttercremetorte backen muss, wie sie sich das unglaublich antiempathische ›Derisso‹ einer Krankenschwester anhören muss und die Tage bis zum Ableben zählt. Die Leser fühlen mit Zsuzsa Bánk, sie sind ergriffen von ihrem Lobgesang an ihren Vater, und werden »Sterben im Sommer« als das erachten, wie ich es getan habe: Als ein tiefgründiges Werk menschlicher Trauer.


Zsuzsa Bánk - Sterben im Sommer - S. Fischer - Gebunden - 240 Seiten - 978-3-10-397031-9 - 22,00 €


Charlotte McConaghy - Zugvögel


Franny folgt den Zugvögeln, als ihre letzte Reise, auf einem Schiff, einem Kutter, auf dem sie

eigentlich nicht sein dürfte. Sie folgt ihrem Ruf, und vor allem folgt sie aber den Tieren, die als die letzten ihrer Art in dieser Welt gelten, denn in einer Welt der Zukunft sind fast alle Tierarten ausgestorben, und Franny möchte sehen, wo die Zugvögel nisten, wo sie überwintern, wo sie sich wohlfühlen, und Franny entwischt aber auch vielmehr mit dieser Reise ihrer Vergangenheit. Charlotte McConaghy hat mit ihrem Roman »Zugvögel« eine großartige Geschichte verfasst, die von den Leiden des Klimawandels und vor allem aber auch von einer interessanten und bemitleidenswerten Figur erzählt – stark und präzise in der Sprache, wundervoll mit Klugheit inszeniert, und einfach wunderbar zu lesen. Nach »Die Geschichte der Bienen« der neue große Roman über die Zerstörung der Welt und der Liebe zur Natur.


Charlotte McConaghy - Zugvögel - S. Fischer - Gebunden - 400 Seiten - 978-3-10-397470-6 - 22,00 €


Volker Jarck – Sieben Richtige



Leben sind manchmal so ulkig miteinander verstrickt – auch wenn kilometerweite Entfernungen die Leben jener Menschen auseinander halten, so sind sie doch durch ein besonderes Band miteinander verbunden. Passiert etwas beim Ausgangspunkt, kann das so viele Menschenleben und Gewohnheiten aus dem Gleichgewicht bringen. Und jenes Spektakel zeigt Volker Jarck in seinem Roman »Sieben Richtige« mit ausgeklügelter Raffinesse und literarischen, niveauvollen Leistung. Der Roman erzählt von vielen Figuren – aneinander gebunden durch das Schicksal, und oftmals unwissend über die Existenz des anderen. Zwischendrin des Öfteren etwas dahinplätschernd, so beendet man das Buch dennoch mit einem befriedigenden Gefühl.


Volker Jarck - Sieben Richtige - S. Fischer - Gebunden - 320 Seiten - 978-3-10-397039-5 - 22,00 €


Dieser Beitrag enthält Werbung für oben genannte Titel.

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