• Daniel Allertseder

Der Blutschlüssel


piperverlag.de | 2021

Sechs Personen erhielten eine mysteriöse Einladung - zum Kennenlernen neuer Freunde und zum sich Verbünden, um in der endlosen, zynischen Gegend von Los Angeles Anklang zu finden. Daisy, Frances, Alanya, Max, Brian und Jaden folgen der Einladung zum Escape Room - und erleben ein tödliches Spiel.


Anne Jungenitz - auch bekannt als Anne Goldberg als Autorin vieler New Adult-Romane - hat mit "Der Blutschlüssel" ihren ersten Thriller vorgelegt. Leider aber konnte mich dieser Thriller kaum überzeugen. Zuallererst ist der Schreibstil etwas holprig und unbeholfen. Sehr oft ... benutzt ... die Autorin ... Interpunktionszeichen wie ... Auslassungspunkte ... um Spannung ... und Ratlosigkeit ... zu erzeugen - was ich als sehr unangenehm empfand. Es ist in Ordnung, wenn in einer Szene ein oder zwei Auslassungszeichen zur Symbolisierung der Ratlosigkeit benutzt werden, aber sicherlich nicht in jedem zweiten Dialog. Es wirkt so, als wollten die Figuren etwas sagen, der Autorin sind aber die Ideen ausgegangen. Dann empfand ich es als ebenfalls sehr störend dass sich die sechs Figuren angefeindet haben, ohne dass es einen Grund hierfür gab. Ich meine, dass es offensichtlich seitens Mackenzie Hass gegenüber Brian gab - ohne eine Begründung - war mir erstmal zu fragwürdig. Und wenn Daisy Angst davor hat, dass Gas in einen Fahrstuhl strömt und Frances sie daraufhin anfährt, sie solle doch die Klappe halten, so kann ich das leider auch nicht nachvollziehen. Es scheint als dürften die Figuren keine Angst haben, Ausdrücke wie "Scheiße" aber zu Hauf verwenden. Somit schließe ich darauf, dass "Der Blutschlüssel" keinen hohen, literarischen Anspruch besitzt. Jeder Figur ist ein Kapitel gewidmet, in dem wir jeweils erfahren, was es mit jedem Charakter auf sich hat. Das war es aber dann auch schon mit Tiefgang.


Das Setting des Thrillers ist der eines Escape Rooms. Ich habe beispielsweise nicht verstanden, was die Gruppe jetzt hat tun müssen, um es aus dem ersten Raum zu schaffen. Der Countdown läuft ab, nichts passiert, der Dolch wird in die Wand gesteckt, nichts passiert. Der Countdown beginnt von vorne, Blut läuft von den Wänden, irgendjemand stirbt auf mysteriöse Art und Weise, die Wand öffnet sich. Warum auch immer. Ich habe nicht verstanden, wie und wieso und warum. Leider.


Und so geht es weiter. Ich habe diesen Thriller mit gemischten Gefühlen gelesen und diesen auch so beendet. Es war ein schwieriger Text, den ich nicht voll und ganz genießen konnte, und den ich auch nicht weiterempfehlen kann.


3 von 5 Sterne.


Titel: Der Blutschlüssel

Autorin: Anne Jungenitz

Verlag: Piper

Format: Taschenbuch

Seiten: 274

ISBN: 978-3-492-50467-6

Preis: 14,00 €

Besondere Bemerkungen: Dieser Beitrag enthält Werbung