• Daniel Allertseder

Das bist du


Der Autor selbst schreibt von sich. Er schreibt von seinen Prüfungen, von West-Berlin, über Habitat und urbane Saat - eine fast schon vergessene Welt; im Ideal der Nachkriegszeit, jenseits der Mauer in einem freien Land. Er fabuliert über intensive Abende, über Adoleszenz im Alter, über die Bildungselite, Kunst, Musik und Kultur. Es sind Fragmente seines Lebens, die er widergibt, die er auf literarische Art und Weise widerspiegelt, die er uns Leserinnen und Leser nahebringt. Er lässt uns teilhaben an seinem früheren Leben, an seinem Denken und Handeln, lieben und verwurzeln.


Sprachlich ist "Das bist du" großartig - unbekümmert, solide und anachronistisch. Ulrich Peltzer schreibt progressiv, modern, schnell und rasant. Seinen Schreibstil würde ich definitiv dem parataktischen Lager zuordnen, da die Sätze kurz und knackig sind. Auch ist es eine stilistische Auffälligkeit des Autors, viele Absätze zu machen, ergo die Liquidität des Textes zu vervielfachen, was mir sehr gut gefallen hat.


Ich las, ging ins Kino, auf Konzerte. Ins Kino oft nach mittags, ich mochte es, geblendet zu werden, wenn man wieder nach draußen trat.

Ach, welch ausgiebige Literatur, wie bewegend und unterhaltsam. Zwar auch intensiv und nüchtern, aber mit geschichtlicher, biographischer Raffinesse. "Das bist du" ist somit ein schöner und vielschichtiger Roman, der sehr empfehlenswert ist.


4 von 5 Sterne


Titel: Das bist du

Autor: Ulrich Peltzer

Verlag: S. Fischer

Format: Hardcover

Seiten: 288

ISBN: 978-3-10-002466-4

Preis: 22,00 €

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