ga('set', 'anonymizeIp', true); Palast der Finsternis | welovebooks

Meine Meinung

 

Stefan Bachmann hat mich mit seinem Roman »Palast der Finsternis« komplett aus den Socken gehauen - hätte ich welche angehabt, wäre dies auch passiert, denn das Buch, welches eine Mischung aus Phantastik, Steam-Punk, Horror und Geistergeschichte war, hat mich vollends überzeugt!
   Gleich zu Beginn ist mir Herr Bachmann's grandioser Schreibstil aufgefallen: Der Autor schreibt verspielt, witzig und sehr elegant. Er fand für jedes noch so heikle Detail den perfekten Ausdruck, erzählte uns von den exotischsten Designelementen, von den merkwürdigsten Kleidungstypen und den krassesten Personen - ich habe mich sehr oft gewundert über diese breit gefächerte Ausdrucksweise des Autors, über diese bedingungslose, elegante und gleichzeitig spannende Art zu erzählen.
    Die Hauptfigur Anouk erinnerte mich ein wenig an Lisbeth Salander aus der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson - Anouk war genau wie Lisbeth eine sehr starke und mutige Person; anders als alle anderen, keinesfalls ein Produkt der standardisierten Fantasie einiger Autoren, deren Hauptfiguren irgendwelche null-acht-fünfzehn-Personen waren. Nein, Anouk war mir seit ihrem ersten Auftreten wirklich sympathisch; ich mochte ihre Art zu sprechen, ihre Art zu denken, auch ihre Entschlossenheit und den Humor, den sie an jedem ausließ. Stefan Bachmann hat mit Anouk eine fantastische Hauptfigur kreiert, die mir so schnell nicht mehr aus dem Kopf ging. 
     Neben dem perfekten Schreibstil und der tollen Hauptfigur war das Setting noch ein äußerst wichtiges und wirklich faszinierendes Stück der Torte: Der Autor erschuf das »Palais du Papillon«, den Schmetterlingspalast, oder: »Palast der Finsternis«. Zahlreiche, unterirdische Räume, Korridore, Fallen und Mechanismen; fast so, wie in einem Teil der James Bond-Reihe. Die Beschreibungen dieser Räume waren so detailliert und real, dass ich mir diesen Palais regelrecht bildlich vorstellen konnte. Diese Überzeugungsgabe besitzt der Autor: Etwas Fiktives darzustellen, sodass es beinahe real ist. 
     Im Roman fand sehr oft ein Wechsel statt: Einmal befanden wir uns in der Gegenwart, in der die vier Auserwählten um ihr Leben kämpften, und dann befanden wir uns in der Vergangenheit um das Jahr 1790, wo wir immer mehr über dieses Palais und einer gewissen Aurélie erfuhren. Herr Bachmann schuf mit diesem Palast der Finsternis einen wahrhaft schauerlichen Ort, der mich trotz seiner fiktiven Anwesenheit vollkommen in seinen Bann gezogen hat!

 

Fazit

 

Klasse Atmosphäre, toller Schreibstil, faszinierende Figuren und ein Setting, welches nicht hätte besser gemacht werden können – Stefan Bachmann's »Palast der Finsternis« ist ein grandioses Werk, welches ich nur empfehlen kann!

Das Buch

 

Titel: Palast der Finsternis

Autor: Stefan Bachmann

Verlag: Diogenes

Seitenzahl: 400

Format: Paperback

ISBN: 978-3-257-30055-0 

Preis: 18.00

Von Daniel

Vielen Dank an Diogenes für das Rezensionsexemplar!

www.diogenes.ch

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