ga('set', 'anonymizeIp', true); Marco und Dima | welovebooks

Meine Meinung

 

Damals, wie auch heute leben noch Faschisten unter uns. In ihren Köpfen tief verankert die Ideologie des Nationalsozialismus, die des schrecklichen H’s, der diese ansteckende Krankheit wie einen Virus unter der Bevölkerung verbreitet hat. Die Frage stellt sich mir, ist Rassismus wirklich erblich bedingt, oder keimt dieses krebsartige Geschwür im Kopf erst nach einer negativen Konfrontation, nach einer Gehirnwäsche, nach dem eindringlichen Befassen mit dieser Ideologie? Wie kann man überhaupt, so frage ich mich ebenso, rassistisch und ausländerfeindlich sein, wo doch lediglich das Land die »Rassen« trennt, wer noch tiefer ins Detail gehen will, die Religion? Der Autor Bela Vivo hat sich in seinem Buch »Marco und Dima« mit ebenjenem Thema befasst und sich die Frage gestellt, wie weit Fremdenfeindlichkeit gehen darf und was sich aus dem Irren im Kopf entwickeln kann. Marco nämlich ist ein eingefleischter Rassist, er zieht mit seiner Gang seine Runden und denunziert alle, die nicht Herkunft »arischer« Rasse sind. Dima hingegen ist Russe, mit seinem Bruder Yuri viel unterwegs und eigentlich ein ganz netter Typ, doch als beide Parteien ganz zufällig aufeinandertreffen und es Yuri darauf anlegt, überschreitet Marco seine Grenzen und wird mit nie dagewesenen Konsequenzen konfrontiert – und was mit Dima passiert, bereut Marco augenblicklich.

Der Autor hat überzeugend und lockerleicht die Geschichte der beiden Jungen erzählt; mit vielen Erzählperspektiven und rhythmischen Sichtwechsel. Ganz besonders aufgefallen ist mir die Abweichung der obligatorischen Schreibnorm, heißt, der Autor verwendet, besonders wenn aus der Sicht von Marco erzählt wird Slang, Soziolekt und gerne auch mal Fäkalsprache, was an und für sich kein Widerspruch ist, denn so konnte man sich gut vorstellen, wie es in den Vertretern des Rassismus innendrin aussieht. Die Sprache und der Schreibstil des Autors kann gerne noch etwas Übung vertragen, besonders bei fließenden Übergängen und bei den gern gesehenen poetischen Ausdrücken und Synonymen, was aber auch angesichts des Konfliktthemas nicht zu verübeln ist. Letztendlich hat die Geschichte überwiegt, die nicht für am Wasser gebaute ist, sondern wirklich einiges an harten Nerven verlangt.

Fazit

 

»Marco und Dima« von Bela Vivo ist interessant, unterhaltsam und erzählt über beide Parteien einer fremdenfeindlichen Beziehung zwischen einem Rassisten und einem russischen Immigranten. Die Sprache war insgesamt in Ordnung, die Geschichte empfehlenswert. 

Das Buch

 

Titel: Marco und Dima

Autor: Bela Vivo

Seitenzahl: 228

Format: Taschenbuch

Verlag: Independently Published

ISBN: 978-1790440153

Preis: 6.99 €

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Bela Vivo und enthält Werbung für "Marco und Dima".

Bildquelle: © Bela Vivo | 2019

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