ga('set', 'anonymizeIp', true); Liebe ihn und leide | welovebooks

Meine Meinung

 

Mit großer Erwartung habe ich den Thriller „Liebe ihn und leide“ von Harald Schmidt begonnen. Der Beginn, das erste Kapitel, war ein guter Einstig. Der gut fließende Schreibstil sorgte für eine angenehme Zeit des Lesens und versprach fortwährend Interesse. Wir lernen den Schriftsteller Jan Hellmann kennen, der als Eigenverleger enormen Erfolg genießen darf und gerne in’s Café von Matteo geht, um da an seine Buchprojekte zu arbeiten. Er trauert noch immer seiner Ex hinterher, die ihn verlassen hatte, was ihn zu einem gebrochenen, aber auch exzentrischen Mann macht. Er lernt Sandra kennen, die in einem kleinen Verlag arbeitet und ihn gerne als neuen Autor gewinnen möchte. Jan aber stellt sich erstmal quer, und ehe man es übersieht, empfinden sie etwas füreinander. Sandra als Person war mir etwas unsympathisch, da sie sehr auf Gewinn aus ist und ihn trotz seines Drogenkonsums noch immer „liebt“. Die Liebesbeziehung der beiden empfand ich als gestellt und etwas unrealistisch. Auch Dialoge von verschiedenen Personen waren für mich nicht immer realistisch. Des Öfteren dachte ich mir, so redet doch keiner – unfreundlich und fordernd. Bei diesem Punkt aber dachte ich mir, die Charaktere haben eben alle diese Art, zu reden.

  Es gab in meinen Augen zwei Hauptprobleme im Roman: Zum einem gab es oft Ausdrücke, Beschreibungen oder Wörter, die einfach falsch oder unpassend waren. Zum Beispiel Seite 13: »[…] lenkte die Aufmerksamkeit auf den Autoren«, was falsch klingt; Autor wäre besser. Oder Seite 59: »[…]… und schlafe gut«, kein Mensch sagt das so, man sagt »schlaf gut«. Ich habe oft solche Konstellationen bemerkt, die dem Lesefluss geschadet haben; ich habe sie zu Beginn alle markiert, aber dies dann irgendwann beendet.

 Der Verlauf der Story war etwas zäh. Die Liebesgeschichte der beiden steht hauptsächlich im Vordergrund. Wie schon gesagt, die Beziehung wurde bereits relativ am Anfang komisch, als Jan harte Drogen konsumierte, er dies einfach nur als »Hilfe« begründete und Sandra sich aber wieder mit ihm einlässt. Wirklich spannend wurde es erst im letzten Drittel, welches mir auch sehr gefallen hat. Das Tempo und die Spannung war vorhanden, und ich verfolgte das Ende mit großem Interesse.

Problem bei diesem Roman war die unnatürliche Beziehung der beiden und Begriffe, die mir schleierhaft waren.

Fazit

Ein Roman, der mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt – zum Einem eine ausgefeilte und sehr gute Story, zum anderem merkwürdige Formulierungen und spezielle Charaktere, die es einem nicht so leicht gemacht haben.

Das Buch

 

Titel: Liebe ihn und leide

Autor: Harald Schmidt

Verlag: BoD

Seitenzahl: 279

Format: Taschenbuch

ISBN: 978-3-744-801270

Preis: 10,99€

 

von Daniel

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Harald Schmidt und enthält Werbung für "Liebe ihn und leide".

Bildquelle: ©Harald Schmidt | 2017

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