ga('set', 'anonymizeIp', true); Libellenschwestern | Wingate

Das Buch

Titel: Libellenschwestern

Autor: Lisa Wingate

Verlag: Limes

Format: Hardcover

Seiten: 478

ISBN: 978-3-8090-2690-7

Preis: 22.00 €

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Limes und enthält Werbung für "Libellenschwestern" von Lisa Wingate.

Meine Meinung

 

Vor sehr vielen Jahren geschah etwas, das unglaublich viele Leben für immer zerstört hat. Etwas ist verloren gegangen, wurde gestohlen, unrechtmäßig getrennt. Die Rede ist von Georgia Tann und der Zweigstelle Tennessee Children's Home Society. Bilder von kleinen Waisen mit Überschriften wie Your´s for the asking waren täglich in den Zeitschriften zu finden, und sollten Kindern ein besseres Leben bieten, eine Adoption ermöglichen. Das schreckliche daran war, dass nicht alle Kinder wirklich Waisen waren, die hatten gerettet werden müssen. Sie wurden unrechtmäßig von ihren Familien getrennt in dem Wahn und Irrglauben, diese Kinder hätten ein schlechtes Leben, weil ihre Eltern arm waren. Libellen Schwestern erzählt die Geschichte von Rill und ihren vier Geschwistern, die eines Tages während der Abwesenheit ihrer Eltern von genau diesen Leuten in ein Waisenhaus gebracht werden.

 

Eine kraftvolle Geschichte über die Liebe und das Band, das Geschwister miteinander verbindet. Stellt euch vor, euer Bruder, eure Schwester wird einfach verschleppt. Ihr könnt nichts tun und wohlmöglich nehmen sie euch gleich mit. Was fühlt ihr? Was seid ihr bereit zu tun? Das und mehr erzählt Lisa Wingate in ihrem gefühlvollen Roman. Mit einer guten Mischung aus literarischer Emotion und Finesse führt die Autorin einem genau das sprachlich vor Augen, was ihr euch gerade vorgestellt habt. Die Sichtweise der Kinder wirkt authentisch und keineswegs affektiert. Ich persönlich finde, es ist kein leichter Job aus der Sicht eines Kindes zu schreiben, da viele Autoren zu viel Rationalität und Logik in das Sprach- und Denkmuster der Kinder einfließen lassen. Lisa Wingate jedoch hat die Charakterzüge der jüngeren Protagonisten gut dargestellt, was eine echtere Verbindung vom Leser zum Buchcharakter schafft. Ein ruhiger und bildlicher Schreibstil untermalt die Storyline und rundet den Roman ab. Am Ende des Buches findet man ein Nachwort, dass die geschichtlichen Hintergründe erklärt und dem Leser noch einmal nahebringt, was damals passiert ist.

 

Fazit

 

Ein emotionsgeladener Roman, der ein dunkles Kapitel in der amerikanischen Geschichte neu aufschlägt und den Opfern eine Stimme gibt.

Bildquelle: © Limes | www.randomhouse.de |2018

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