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Das Buch

Titel: Kurt

Autor: Sarah Kuttner

Verlag: S. Fischer

Format: Hardcover

Seiten: 240

ISBN: 978-3-10-397424-9

Preis: 20.00 €

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Fischer und enthält Werbung für "Kurt" von Sarah Kuttner.

Meine Meinung

Was das Buch beim Lesen mit meinem Gemüt angestellt hat, ist unbeschreiblich. Ein Roman über Trauer, über Angst, die Melancholie, einem Verlust, dem Gleichnis von Leben und Tod, die zahlreichen Definitionen von Liebe und Freundschaft, aber auch die Frage nach dem wahrhaftigen Leben, dem richtigen Menschen und den Kindern, denen man absolute Liebe und Aufmerksamkeit schenken sollte. Die bekannte Autorin Sarah Kuttner (bekannt durch ihren Roman »Mängelexemplar«) hat sich in ihrem neuen Roman »Kurt« mit zahlreichen Prämissen beschäftigt. Über die Liebe, das Leben, Verlust und Verantwortung. Aber vor allem: Über Trauer und den Tod. Denn in ihrem Roman, welcher bei Fischer in außergewöhnlicher Ausstattung und origineller Haptik erschienen ist, wird das Leben eines Kindes genommen, ein Familienkind, zerrissen zwischen Mutter und Vater, aber dennoch nicht alleine auf dieser großen Welt – ein Kind namens »Kurt« welches, so traurig es klingt, durch einen sinnlosen und ganz blöden Zufall stirbt. Und Sarah Kuttner porträtiert zwei sich liebende Erwachsene – der Vater von Kurt, welcher selbst Kurt heißt und Lena, die Freundin von Kurt, aber nicht die Mutter vom kleinen Kurt. Was stellt der Tod von Kurt mit den beiden an? Wie lange dauert die Trauerphase, wie trauern die Angehörigen, wie Kurt und Lena? Sarah Kuttner beschreibt intensiv, ernsthaft, aber auch mit einer gewissen Leichtigkeit die Phase der Trauer, das Überwinden der schrecklichen, ermattenden Gedanken und das Wiederaufbauen nach einem furchtbaren Verlust. Kuttners Erzählung, Kuttners Schilderungen gehen dem Herzen nahe, bewegt, rührt zu Tränen, denn »Kurt« ist ein kraftvolles, und dennoch deprimierendes Buch, denn wann liest man schon gerne von einem Kindstod? Ungern, doch was die Autorin mit dieser Geschichte anstellt, grenzt an literarischer Feinfühligkeit: Sie stellt sich nicht die Frage, wie man die Tragödie hätte verhindern können, sondern vielmehr wie es nach dem Verlust weitergehen soll. Wie das Innenleben der Figuren aussieht und was die Erzählung selbst mit einem macht – Mitleid, Empathie, Trauer und Wut.

Trotz den vielen traurigen Ereignissen im Roman bewahrt Kuttner stets ihren schrägen und liebevollen Schreibstil – besonders im ersten Teil, vor Kurts Tod, lesen wir humorvolle und lustige Dialoge und Gedankengänge vom großen Kurt und Lena, besonders die Po-Sache direkt am Anfang – erheiternd und schön geschrieben. Es ist wichtig, dass man auch nach einem schweren Verlust die Fassung behält und keine Dummheiten begeht, und so rappeln sich Lena und Kurt gegenseitig auf, helfen sich, wo sie nur können, und mit einem Kapitel, welches unausweichlich zu Tränen rührt endet das Buch – und wer spätestens da noch nicht weint, dem fehlt wohl eine ganz fundamentale menschliche Komponente: Emotion.

Fazit

 

Sarah Kuttners »Kurt« ist ein trauriges, aber ebenso liebevolles und bewegendes Buch. Sachte und ordentlich verfasst mit einer Prise Humor und einer gehörigen Portion Trauer erzählt uns die Autorin von Figuren, die die schlimmste Zeit ihres Lebens durchmachen müssen – und wie sie diese Zeit meistern. Ein Wahnsinns-Buch!

Bildquelle: © Fischer | fischerverlage.de |2019

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