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Das Buch

Titel: Kintsugi

Autor: Miku Sophie Kühmel

Verlag: Fischer

Format: Hardcover

Seiten: 304

ISBN: 978-3-10-397459-1

Preis: 21.00 €

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Fischer und enthält Werbung für "Kintsugi" von Miku Sophie Kühmel.

Meine Meinung

 

Ein seltsames Buch, soviel sei allemal gesagt. Ein Buch, welches man nur selten im hochgeschwängertem Literaturmarkt findet. Ein seltener Roman, der mit intellektuellen Weisungen zielt, und mit unterhaltsamer Genauigkeit trifft. „Kintsugi“ ist ein regelrechtes, interstellares Wurmloch, eine Raum-Zeit-Krümmung, die einen Sog aus literarischer Feinfühligkeit entwickelt und ein Fundament schafft, welches aus ungeheuren Begriffen und exzellenter Sprache besteht. „Kintsugi“ von Miku-Sophie Kühmel ist ein so außergewöhnlicher Roman, der mit vielsagenden Dialogen und einem äußerst interessanten Plot punktet. Jung, frech, schlagfertig und intelligent verfasst. Wir lernen unsere vier Figuren äußerst genau kennen – durch vollzogene Handlungen und Dialoge. Sei es Pega, Max, Reik oder Tonio – eine Ansammlung außergewöhnlicher Namen und dementsprechend ebenfalls außergewöhnliche Charaktere, die dieses Buch existentiell fördern und prägen. Der See wäre tatsächlich einziges Element in diesem Roman, welches ruhig bleibt, denn der rote Faden, der sich durch das Buch zieht, zeugt von unglaublicher Präsenz und dem vollkommenen Gedankengut, dem Intellekt und dem Können dieser jungen Autorin.

Auch wenn alle Lobpreisungen so exakt stimmen, so empfand ich es doch zwischendurch als einige Male ziehend und in die Länge gezogen. Jenes Gefühl der gegensätzlichen Kurzweile aber entstand in sehr seltenen Momenten, und als letztendlich die Autorin in traditionellen Dramen-Form weitergemacht hat, entstand recht schnell eine Abwechslung, die ich in diesen Momenten sehr begrüßt habe. Ebenso braucht man tatsächliche, ununterbrochene Konzentration, da der Roman definitiv anspruchsvoll ist, und der Leser daher aufmerksam lesen sollte, da die Autorin mit sehr vielen Metaphern und philosophisch-poetischen Elementen spielt, sodass der Leser zuerst erschlagen wird vom Kernsortiment großartiger Sprache, und dann aber doch beim Lesen aufpassen sollte, ansonsten reißt der rote Faden, und man verliert leidig den Anschluss.

Sehr erfreut war ich, als ich erfahren habe, dass der Roman von Kühmel für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde und er sogar einen Platz auf der Shortlist erhalten hat. „Kintsugi“ ist eine Erzählung einer interessanten, kecken jungen Dame, die mir sehr gefallen hat, auch wenn es zwischendurch einige Male etwas dauerte, bis das Gaspedal betätigt wurde, so habe ich den Roman doch sehr gerne gelesen und war letztendlich froh, ihn beendet zu haben.

Fazit

 

„Kintsugi“ von Miku-Sophie Kühmel ist ein großartiger Roman, der zwar zwischendurch einige Schwächen hat, aber doch alledem immer wieder fasziniert. Ein großes Stück deutscher Literatur einer jungen Autorin, die ein enormes Potential besitzt.

Bildquelle: © Fischer | fischerverlage.de |2019

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