ga('set', 'anonymizeIp', true); Holger Vos | welovebooks

Interview mit Holger Vos

F: Herr Vos, wie finden Sie Ihre wunderbare Sprache, die Sie in “Das Dunkel ist nicht leer” so elegant zum Ausdruck bringen konnten?

 

A: Vielen Dank! So genau kann ich das gar nicht sagen. Mitunter ringe ich um jeden Satz, und es dauert lange, bis ich einen Absatz geschrieben habe. An anderen Tagen fließt die Erzählung mit ihrer Sprache einfach auf das virtuelle Papier, und ich wundere mich im Nachhinein, woher das alles stammt. Die Geschichte hat sich dann verselbständigt… Das Fundament meiner Ausdrucksweise ist sicherlich das, was ich selbst gelesen habe.

F: Gab es eine gewisse Inspiration, die Sie zu Ihren Geschichten bewegt hat?

 

A: Nicht selten sind das die alten Geschichten: Mythen und Märchen. Diese Stoffe laden immer wieder dazu ein, sie neu zu erzählen. Bei „Der Wanderer“ und „Kirons Entscheidung“ habe ich das zum Beispiel getan. Manchmal waren es aber auch Ausschreibungen zu Anthologien, die zu einer Geschichte geführt haben. Oft ist es aber auch so, dass eine Idee plötzlich da ist und ausfabuliert werden will.

F: Welche Geschichte ist Ihrer Meinung nach diejenige, die Sie am deutlichsten berührt?

 

A: Für mich ist die Geschichte „Tränen eines Einhorns“ sehr berührend, weil sie das Thema Demenz behandelt und ich zurzeit privat damit zu tun habe.

F: Wie gestalten Sie in Sachen Heißgetränke Ihren Morgen? Kaffee oder Tee?

 

A: Ganz klar: Kaffee :-)

F: In welcher Jahreszeit fühlen Sie sich am wohlsten?

 

A: Ich kann jeder Jahreszeit etwas Positives abgewinnen. Geht es aber ums Schreiben, so bevorzuge ich den Winter. Das merkt man einigen meiner Texte ja auch an.

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F: Welcher Weg führte Sie zum Verlag Alea Libris?

 

A: Der Verlag hatte ein paar Ausschreibungen für Anthologien gestartet, die mich begeisterten. Zwei meiner Geschichten, die jetzt auch in „Das Dunkel ist nicht leer“ enthalten sind, wurden für „Die Spiele der Götter“ und „Erzählungen von der einsamen Burg“ ausgewählt. Philipp Mattes vom Verlag schrieb mich eines Tages an und fragte, ob ich Interesse hätte, eine Textsammlung bei Alea Libris zu veröffentlichen. Ich musste nicht lange überlegen. Durch die bisherige Zusammenarbeit mit der Verlegerin, Michaela Harich, wusste ich bereits, dass Alea Libris ein kleiner, aber sehr ambitionierter und professionell arbeitender Verlag ist. Ich freue mich, dass ich dort die Chance erhalte, meine Texte zu präsentieren. Und ich danke Philipp Mattes herzlich für die kompetente Lektoratsarbeit!

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F: Erzählen Sie uns etwas über sich und Ihren Beruf.

 

A: Ich bin Lehrer an einer Gesamtschule. Da ich Deutsch unterrichte, habe ich fast täglich auf unterschiedlichste Weise mit Sprache zu tun. Bisweilen erhalte ich bei der Arbeit sogar Inspirationen für kleine Anekdoten oder Gedichte. Freilich könnte ich recht viel über Schule schreiben, aber ich will nicht – meine Themen sind andere. Meine Frau ist bildende Künstlerin – manchmal lässt sie sich von meinen Texten zu eigenen Werken inspirieren oder ich lasse mich durch ihre Bilder anregen. Uns beide beschäftigt immer wieder das Thema Vergänglichkeit. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns nicht des Lebens freuen. Wir haben zwei wunderbare, künstlerisch talentierte Töchter, und wir wohnen auf dem Land, mit großem Garten, Fischen, Bienen und unserem Kater Loki.

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F: Wenn Sie in eine Buchhandlung gehen, auf was steuern Sie als erstes zu?

 

A: Früher ging ich zielstrebig in die Fantasy- oder Horrorabteilung. Mittlerweile bin ich nicht mehr so fixiert auf ein bestimmtes Genre. Dicke Schmöker lasse ich heutzutage eher liegen, zu Gunsten von Texten, die weniger umfangreich sind und es schaffen, eine originelle, mitreißende Geschichte auf den Punkt zu bringen.

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F: Wie verbringen Sie lange Herbst- oder Winterabende Zuhause?

 

A: Vor dem warmen Ofen, mit meiner Frau, Wein und Schokolade :-)

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F: Gibt es ein bestimmtes Ritual, welches Sie vollziehen, bevor Sie zu schreiben beginnen?

 

A: Ich starre den Bildschirm an, höre epische Musik und lasse meine Gedanken treiben, bis sie sich irgendwo festhalten. Da setzt dann das Schreiben ein.

F: An welchen Orten schreiben Sie denn am liebsten?

 

A: Am liebsten schreibe ich in einer kulturträchtigen Stadt wie zum Beispiel Salzburg unter freiem Himmel in mein Notizbuch. Aber am effektivsten schreibe ich in meinem Büro zu Hause.

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F: Eine obligatorische Frage zum Schluss: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

 

A: Gesundheit und viel Zeit fürs Schreiben.

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LESEPROBE

ALEA LIBRIS

Zitat des Lektors Phillipp Mattes

Michaela Harich hat den Verlag im Zuge eines Studienprojekts 2015 gegründet. Das Ziel des Verlags ist es, junge, unbekannte Autoren zu fördern, die sonst schwer in den größeren Verlagshäusern unterkommen würden. Darüber hinaus ist es Alea Libris wichtig, die Autoren bei der Gestaltung des Buches und allen anderen Schritten bis zur Veröffentlichung mit einzubinden. Zugleich bietet der Verlag den oft studentischen Mitarbeitern die Möglichkeit, Erfahrung im Bereich Lektorat oder auch Illustation zu sammeln. Damit haben sie bessere Chancen, später bei größeren Verlagen genommen zu werden.

 

Alle Mitarbeiter arbeiten freiberuflich für den Verlag und sind in den meisten Fällen zum ersten Mal in der Verlagswelt tätig. Die Arbeit ist somit nicht einfach ein Job, den man ausübt, sondern wir sind engagiert, motiviert und neugierig auf das, was uns in der Welt der Bücher noch alles erwartet.

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