Das Buch

Titel: flüchtig

Autor: Hubert Achleitner

Verlag: Zsolnay

Format: Hardcover

Seiten: 298

ISBN: 978-3-552-05972-6

Preis: 23.00 €

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Zsolnay  und enthält Werbung für "flüchtig" von Hubert Achleitner.

Meine Meinung

Hubert Achleitner, auch bekannt unter seinem Künstlernamen Hubert von Goisern, hat nun auch zur Feder gegriffen und seinen ersten Roman publiziert. „flüchtig“ nennt sich sein Debüt – ein Roman über eine Neuorientierung nach gescheiterter Ehe; eine Hommage an die Neuausrichtung inniger Belange und ein Stück gehobene Literatur, die so Vieles verbindet: Trauer, Erbarmen, Entdeckungen und Sehnsucht. Die Sehnsucht nach Neuem, etwas Chaotischem, Ungeordnetem – ein Neuanfang, das Abschließen mit der Vergangenheit und die Zielsetzung, sich keineswegs mehr manipulieren und befremdliche Philosophien zuzulassen. All das verbindet Achleitner zu einer literarischen Symphonie der Lebendigkeit, zu einer Komposition der immerwährenden Nostalgie und dem Drang, die Welt zu bereisen. Denn genau um so etwas kümmert sich der Autor: Es sind seine zwei Figuren, Maria und Herwig, die ausbrechen wollen aus ihrem Kokon des Scheiterns, aus ihren tiefliegenden Träumen und den Versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Maria kündigt die Ehe mit Herwig, lässt ihren Job ins Wasser fallen, schnappt sich Herwigs Auto und reißt aus aus ihrer österreichischen Gefangenschaft. Herwig braucht erst eine Zeit, bis er versteht, was gerade passiert und versucht zu verstehen, warum Maria den Schritt gewagt hat, den sie letztendlich wagen musste. Maria fährt durch Österreich – gar durch ganz Europa, um ihre Sehnsucht zu stillen, und diesem unendlich traurigen Klagen in ihrem Inneren ein Ende zu bereiten. Und es ist Herwig, der ihr folgen möchte, der sie dann nicht loslassen möchte, obwohl eine andere Dame seines Herzens auf ihn wartet. Hubert Achleitner glänzt mit einer großartigen Erzählung der Reinkarnation einer zerbrochenen Seele, und die Manifestation einer neu belebten, allseits reflektierten Liebe. Zwar anfangs etwas holprig, so fügt sich die Geschichte doch in einen herausragenden und spannenden Hochgesang der Literatur – und das soll etwas heißen, denn Debüts, die überzeugen, findet man nicht wie Sand am Meer. Achleitner zähmt seine Figuren, bringt sie zum Leuchten, zum Glänzen, zum Singen, und präsentiert uns eine Geschichte, die wohltuend und herzlich ist. „flüchtig“ ist mit einer Sorgfalt verfasst worden, mit einem vorsichtigen, aber auch radikalen Schreibstil. Das Non-Plus-Ultra ist es nicht, aber dennoch ein empfehlenswerter Roman, der hängen bleibt. Vor allem erinnere ich mich gerne zurück, als Maria in einem wundervollen Land im Süden ankommt, und Achleitner uns mit der Kultur besagten Fleckchens der Erde beseelt.

Fazit

 

„flüchtig“ von Hubert Achleitner ist ein wirklich schöner Roman, der zwar holprig beginnt, jedoch den soliden Stil recht schnell findet, und der Leser die Figuren lieben lernt.

Bildquelle: © Hanser | hanser-literaturverlage.de |2020

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