Das Buch

Titel: Ein Wort um dich zu retten

Autor: Guillaume Musso

Verlag: Pendo

Format: Paperback

Seiten: 318

ISBN: 978-3-86612-483-7

Preis: 16.99 €

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Pendo  und enthält Werbung für "Ein Wort um dich zu retten" von Guillaume Musso.

Meine Meinung

Der französische Bestsellerautor begeistert Millionen Leser mit nahezu jedem veröffentlichten Roman und erobert Herzen im Sturm. Seine bisher erschienenen Bücher bilden eine undurchdringliche Allianz, die einen Kanon zeitgenössischer und unterhaltsamer Texte bilden. In seinem neuen Roman schickt Guillaume Musso seine Hauptfigur Raphaël auf die Insel Île Beaumont – eine Insel, abgeschottet vom Festland und eine Harmonie, die ganz für sich spricht. Ganz zufällig lebt auf derselben Insel der berühmte Schriftsteller Nathan Fawles, der mit seinen drei Romanen einen ausgesprochenen Ruhm genießen darf. Doch Nathan hat sich vom Schreiben entfernt und seit einem alles entscheidenden Moment keinen einzigen Satz mehr zu Papier gebracht. Und dann geschieht auch noch ein Mord, und alles nimmt seinen Lauf…

Ganz gespannt war ich über das neue Buch von Guillaume Musso. Recht dick ist es ja nicht, sodass es zügig gelesen werden konnte. Der Schreibstil Mussos war, wie gewohnt, flüssig und unterhaltsam. Auch die Dialoge haben mir gefallen, die Beschreibungen der Settings, die Atmosphäre, die Insel und die Leute, die darauf Leben. Jedoch war ich recht schnell von „Ein Wort um dich zu retten“ enttäuscht, da Musso diesen Roman mit einer unglaublichen Eile kreiert und konstruiert hat, sodass ich keineswegs die Möglichkeit hatte, mich mit den Figuren vertraut zu machen. Das Zusammenspiel der Figuren war ein Punkt, der mir missfiel. Was mit Raphaël unspektakulär geschieht, möchte ich nicht ausplaudern, dass Nathan, obwohl er in den letzten Jahren keine Menschenseele sehen wollte, nun aber doch diese dahergelaufene Mathilde in sein Haus lässt, war einfach fragwürdig, und wie dann der ehemalige Buchhändler irgendetwas mit den Verhältnissen zu tun hat, war auch mehr als zufällig. Letztendlich fand ich es noch überaus schade, wie die Motive hinter etlichen Machenschaften ganz simpel von Personen in Erzählungen erklärt werden. Keine Poesie, keine Erzählkunst, nur ein Bericht von einer Figur, um alles aufzuklären. Empfand ich als sehr schwach. Und dann, zum Leidwesen aller, wirkt die Auflösung aus der Luft gegriffen – so konstruiert und hingedreht, so triviale Vorkommnisse, um das große Rätsel zu lüften, welches sich flott angebahnt hat. Dass die Tote, die auf dem Klappentext angekündigt wurde, wenig bis gar nichts mit der Geschichte zu tun hat und nicht wirklich zur Kontinuität beiträgt, sei erwähnt. Hauptsache, Musso hat noch irgendetwas Dramatisches eingefügt. Es bleiben Fragen offen – seien es solche, die die Geschichte betreffen oder solche, wie ich sie mir stelle: Warum hat Musso einen so trivial konstruierten Roman veröffentlicht?

Trotz aller Kritikpunkte war „Ein Wort um dich zu retten“ allemal spannend – auch wenn die Geschichte keine Meisterleistung ist und er das Rad nicht neu erfunden hat (Ich denke hierbei an „Jack“ von Anthony McCarten – selbiges Prinzip), so war sie trotz alledem eine nette Lektüre für zwischendurch. Begeistern konnte sie mich aber leider nicht.

Fazit

 

Der neue Guillaume Musso, „Ein Wort um dich zu retten“ ist nicht wie die anderen des Autors. Stilistisch und vom Konstrukt eher blass und eintönig, aber dennoch – um gnädig zu sein – eine spannende Lektüre für zwischendurch.

Bildquelle: © Pendo | piper.de |2020

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