Das Buch

Titel: Durch alle Zeiten

Autor: Helga Hammer

Verlag: Ullstein fünf

Format: Hardcover

Seiten: 272

ISBN: 9783961010080

Preis: 20.00 €

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Ullstein und enthält Werbung für "Durch alle Zeiten" von Helga Hammer.

Meine Meinung

Junge Menschen können sich nicht mehr so richtig vorstellen, wie es früher war. Wie es früher ablief, wie die Menschen gelebt haben, wie es war, ohne große Technik und dem allerneuesten Schnickschnack zu leben. Aus diesem Grund lese ich schon lange und gerne Bücher, die in der Zeit vor der Jahrhundertwende spielen – am besten nach dem zweiten Weltkrieg, um einfach diese damalige Welt mir besser vorstellen zu können. "Durch alle Zeiten" von Helga Hammer ist hierbei das Non-plus-Ultra unter den Romanen, deren Plot in den früheren Jahren spielen. Der Roman ist in den Fünfzigern angesiedelt – ein herrlich leichtes Leben in Österreich, eine große Familie, Leben auf dem Land, in den Alpen, die Bergwelt, ein archaisches Jahrzehnt und eine Heldin, die mein Herz im Sturm erobert hat. Die Heldin von Helga Hammers gefühlvollen Roman heißt Elisabeth, eine junge, tüchtige Dame, die den Leser von der ersten Minute an vollkommen überzeugt. 

   Stetig festgehalten hat mich die Entwicklung zwischen Elisabeth und Josef – der Konflikt, der mich nicht mehr losgelassen hat, die Beziehung zwischen sich zwei hassenden Personen, die Helga Hammer originell und sehr real konstruiert hat. Dieser Konflikt, der immer so ganz nebenbei passierte, war eigentlich ein für mich ein essenzieller Grund, Elisabeth auf Grund ihres Lebensstandes zu lieben und ihre Geschichte vollkommen kennenzulernen. Wir treffen Individuen wie Niklas, Richard, Marta, Tante Irma, Oma Irma und Gerhild – viele Namen, viele Geschichten, viele Verwicklungen. Besonders schön fand ich den Namen Niklas, der viel zu selten in literarischen Werken verwendet wird. Elisabeth ist bemitleidenswert, wir Leser wünschen uns, wir könnten sie unterstützen, umso erstaunter sind wir dann, wenn wir die Entwicklung von Elisabeth bis zum Schluss verfolgen – vom kleinen Häuschen zum großen Gasthaus, vom großen Gasthaus mit Zoo zu einem idyllischen Leben in den Alpen. Helga Hammer konnte mich vollkommen unterhalten, die liebevolle, schwer schuftende Familie mit dem kleinen Bären und dem herrischen Josef, der mich an eine Person aus meiner Familie erinnert hat. Aus diesem Grund auch wollte ich unbedingt wissen, was mit Josef passiert – und was mit Josef passierte, freute mich. Elisabeth kämpft, ist stark, entwickelt sich prächtig. Sie ist ein dynamischer Charakter mit liebevollen und herrlich weiblichen Zügen. Die Deuteragonisten, die alle vereinzelt und abwechselnd auftreten – wie die Tante Irma, wie der Richard oder auch der Niklas – waren an einem Punkt zu viel, an einem anderen zu kurz gekommen. Es dreht sich alles um Elisabeth – und das ist gut so. Die Autorin hat sich auf ihre Heldin fokussiert und portraitiert ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Zukunft bravourös. Geführt von einem starken und fließenden Schreibstil lernen wir die einzigartige Elisabeth kennen. Ihre Gefühle, ihr Liebesleben, ihre Heimat, ihre Freunde, ihre Wünsche und Träume. Ein Roman, der mich komplett überzeugen konnte, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe.  

Fazit

 

"Durch alle Zeiten" von Helga Hammer ist äußerst stark und sehr authentisch, nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrend, belehrend und sehr empfehlenswert! 

Bildquelle: © Ullstein | www.ullsteinbuchverlage.de |2018

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