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Das Buch

Titel: Das Haus der Verlassenen

Autor: Emily Gunnis

Verlag: Heyne

Format: Hardcover

Seiten: 399

ISBN: 978-3-453-27212-5

Preis: 20,00 €

Dieser Beitrag  enthält Werbung für "Das Haus der Verlassenen" von Emily Gunnis und entstand in Zusammenarbeit mit dem Heyne Verlag

Meine Meinung

 

Eine furchtbare Ungerechtigkeit verändert 1956 das Schicksal vieler Menschen für immer. Die junge Ivy Jenkins hat ein Herz voller Träume und Hoffnungen, bis eines Tages Pater Benjamin vor ihrer Türe steht, um sie mitzunehmen – denn Ivy ist schwanger. Unverheiratet und von ihrer Familie verstoßen, bleibt ihr nur noch das St. Margarets Mutter-Kind-Heim. Ein altes viktorianisches Haus, dessen dunkle Aura nicht nur von der Witterung herrührt. Der erste Schritt in dieses Haus ist für Ivy der letzte Schritt in Freiheit, danach schließen sich die Türen hinter ihr für immer. Erst viele Jahre später bringen Ivy´s verzweifelte Briefe die junge Journalistin Sam dazu, Nachforschungen anzustellen. Dabei stößt sie auf eine Reihe mysteriöser Morde, die eigentlich für immer hätten im Verborgenen bleiben sollen. Bald schon spürt sie, wie sich das Band der Vergangenheit immer weiter mit ihrem eigenen Leben verwebt. Kann Sam den Mörder stoppen? Und was geschah wirklich vor all den Jahren mit Ivy Jenkins?

Dieses Buch hat mich wirklich zu Tränen gerührt. Es ist unheimlich traurig, nervenaufreibend, spannend und erschreckend. All das findet sich in dem Werk von Emily Gunnis und der Geschichte von Ivy Jenkins. Immer wieder bekommt der Leser einen Einblick in das Leben des jungen Mädchens und bemerkt dabei zusehends, wie die Unschuld seine Blüten verliert. Aus der hoffnungsvollen jungen Frau wird eine verzweifelte Mutter, die gepeinigt von Verrat und Trauer viele Jahre warten muss, bis ihr Schicksal Gehör findet. Das war seit langem eines der Bücher, welches ich nur schwer aus der Hand legen konnte. Es liest sich Seite für Seite sehr flüssig und Emily Gunnis hat eine stark emotionale Farbe in ihre Texte eingebracht. Somit regt jede Zeile beim Leser ein Gefühl und die Palette an eben diesen ist gewaltig. Mich hat es überrascht, dass der Inhalt des Buches mich dazu verleitet hat, mit anderen darüber zu sprechen. Die Dinge die Ivy Jenkins geschehen sind, haben mich regelrecht aufgescheucht. Warum das so war? Die junge Ivy ist vielleicht nicht echt, aber ihre Geschichte ist es. Diese fürchterlichen Mutter-Kind-Heime gab es tatsächlich. Viele junge Frauen wurden dort hin abgeschoben, damit ihre Familien sich nicht mehr mit den unverheirateten Schwangeren auseinander setzten mussten. So zum Beispiel im irischen Tuam. Sie alle verschwanden hinter den schweren Türen und das Leben dort war einfach nur grauenhaft. Ivy´s Geschichte ist somit nur eines der vielen Gesichter, die nachts aus den dunklen Fenstern blickten.  Nach diesem Buch hat sie für mich wirklich gelebt.

Fazit

Ein wundervolles Buch, das ich wirklich gerne gelesen habe!

Bildquelle: © Heyne| heyne.de |2019

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